Schöne Orte Kunstquartier Hagen

Kunstquartier, Hagen

Kulturdenkmal erinnert an wirtschaftlichen Wandel

Kunstquartier Hagen von außen (Foto: Kunstquartier Hagen) magnifier
Foto: Kunstquartier Hagen, Werner Hannappel

Im August 2009 wurde unter dem Namen „Kunstquartier Hagen“ ein Museumszentrum eröffnet, das das neue Emil Schumacher Museum und das angrenzende, erweiterte und sanierte Karl Ernst Osthaus Museum aus dem Jahr 1902 vereint. Für das Schumacher Museum entstand ein Bau mit einer lichten Glashülle, die mit Erdwärme temperiert wird. Das Foyer – ein eingeschossiger, transparenter Baukörper mit einer Stahlkonstruktion – bildet den gemeinsamen Eingangsbereich beider Häuser. Durch den Gebäudekomplex wird die Hagener Innenstadt beträchtlich aufgewertet.

Das Emil Schumacher Museum ist dem Lebenswerk des Hagener Malers (1912-1999) gewidmet, einem der bedeutendsten Vertreter europäischer expressiver Malerei der Nachkriegszeit. Die Dauerausstellung reicht vom Frühwerk bis zu seinen großen Leinwänden der 90er Jahre und umfasst Ölgemälde, Gouachen, Grafik, Keramik und Porzellan. Zugleich versteht sich das Museum als Zentrum der Erforschung expressiver Malerei nach 1945. Es präsentiert Schumacher im Zusammenhang mit der internationalen Entwicklung und stellt junge zeitgenössische Künstler vor, deren Arbeit in formaler oder inhaltlicher Nähe zu seinem Werk steht.

Das Osthaus Museum präsentiert nach seiner Wiedereröffnung seine Sammlung neu. Der Schwerpunkt liegt auf Werken der frühen klassischen Moderne und des Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit. Die originalgetreu rekonstruierte Innenausstattung des Jungendstilkünstlers Henry van der Velde verleiht dem Haus besonderen Glanz. Ein „Junges Museum“ für Kinder und Jugendliche lädt zur praktischen Auseinandersetzung ein.

Adresse:
Kunstquartier Hagen
Museumsplatz 1 (Navigationsinformation: Hochstr. 73)
58095 Hagen
www.kunstquartier-hagen.de

Hagen, Stadtmitte